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Neu: "Teil 3 - Dunkle Träume [2/2]"

Als Ausgleich zur etwas verspäteten Veröffentlichung letzte Woche dieses Mal schon Freitag ;)

Die zweite Hälfte des Kapitels ist ähnlich lang wie die erste, allerdings dieses Mal aus der Perspektive von Xiucaltas Meisterin. Der eine oder andere wird sich ja schon gefragt haben, ob und wie Xiucaltas titelgebender Traum noch eine Rolle spielt. Nun, schauen wir mal.



Gedanken zum Kapitel:

Und da packt Xiucalta gleich mal wieder den Präsenter-Modus aus xD Wer sich noch an die alte Fassung erinnert, wird ihre Fähigkeiten aus einem der Abschluss-Kapitel wiedererkennen. Dieses mal allerdings fängt sie schon deutlich früher an. Ich habe mich dafür entschlossen, weil mir ihre Entwicklung in der alten Fassung einfach viel zu abrupt kam. Von der völlig unbedarften Novizin, die eigentlich nur zufällig am rechten (oder falschen) Ort ist hin zu einem der außergewöhnlichsten Charaktere überhaupt in nur einem Tag. Hier deuteten sich einige ihre Fähigkeiten (Eindrücke übertragen, Illusionen erschaffen, hervorragendes Geschichtsverständnis) ja schon im Zwischenspiel 1 an. Seitdem sind 2 Jahre vergangen und daher finde ich es ganz passend, wenn sich ihre wahren Talente so langsam mal zeigen. Ansonsten würde ich ehrlich gesagt auch Zweifel an den Ausbildungsmethoden des Klosters bekommen
Auch für die Dramaturgie der Geschichte ist es so passender. Xiucalta wird erst einmal (Teil 3 und 4) nicht so wahnsinnig viele Kapitel bekommen (2-3 maximal) und auch um diese mit einigermaßen interessantem Inhalt zu füllen (dass Garoth'za gefallen ist, haben wir ja nun schon dreimal gehört), werden ihre Fähigkeiten hier eine zentrale Rolle spielen. Mit dem hier gezeigten, steht sie trotz ihres recht späten Einstiegs meiner Meinung nach auch auf einem sehr ebenbürtigen Niveau im Vergleich zu Sisrall, Yetail und anderen Charakteren der Geschichte, sodass sie nicht nur die kleine, unschuldige Novizin ist, die ich im Z1 als Kontrapunkt zu Yetail eingesetzt habe.

Ein anderer Grund, weshalb Xiucalta hier gleich richtig loslegt, ist der, dass mir während des Schreibens selbst aufgefallen ist, dass ihr Traum für die Meisterinnen eigentlich nicht wirklich viel Neues bringt. Man merkt es ja, den größten Teil der Zeit sprechen sie über Zarina. Die Schlacht an sich und die Existenz Sisralls sind zwar auch erwähnenswert, bringen den Rat aber nicht voran, weshalb sie hier auch nicht groß debattiert werden. Deshalb auch die Illusion, um den Meisterinnen (und den Lesern) wenigstens etwas zu geben, über das sie reden können ^^

Ein Punkt, der mir im Nachhinein etwas ausgefallen ist: Die Meisterinnen sprechen nach Xiucaltas Abgang eigentlich recht wenig über die Prophezeiung. Schneekristall erwähnt sie war, zieht aber weder die Möglichkeit in Betracht, dass Xiucalta die Urheberin gewesen sein könnte (was der Leser ja bereits weiß), noch nutzt sie das gerade gesehene in ihrer Deutung. Beispielsweise KÖNNTE (ganz großer Konjunktiv) Sisralls Existenz ja bereits die Zeile "[wenn] Legenden durch die Straßen ziehen" erfüllen (ist zumindest eine mögliche Deutung, aber nicht die einzige. So wie mit der ganzen Prophezeiung). Für die Meisterinnen hier ist ein Blutschatten ja ganz offensichtlich eine zurückgekehrte Legende. Es bricht auch mal wieder ein Schild (der Fall des Stadtschildes wird explizit erwähnt), Meister fallen sowieso ständig und mit dem Blutschatten haben wir auch noch einen Erben der Schatten (die "echten" Erben kennen die Meisterinnen ja nicht).
Also Raum wäre hier genug für wilde Deutungen gewesen. Dass nichts davon vorkommt, liegt tatsächlich daran, dass ich nicht rechtzeitig daran gedacht habe und das Kapitel im Nachhinein nicht noch weiter strecken wollte. Es enthält bereits recht viele Diskussionen, die eigentlich nicht wirklich zu einem Ergebnis führen. Vielleicht ist es das einfachste, wenn man davon ausgeht, dass die Prophezeiung für die meisten Drelai nach sechs Jahren schon wieder ziemlich in den Hintergrund gerückt ist und sie eben auch nicht alles damit in Verbindung bringen wollen. Sie wissen ja auch nicht, ob das Ende des Zeitalters jetzt tatsächlich schon nahe ist oder doch erst in hundert Jahren kommt. Als Leser hat man da ja einen ganz anderen Blick drauf (und einen Countdown über jedem Kapitel )

So, das wäre es dazu. Eigentlich in meinen Augen eines der besten Kapitel und perfekt als Wiedereinstieg für Xiucalta, allerdings mit 1-2 Sachen, die vielleicht noch hätten drin sein können. Naja, sie kommen auf jeden Fall noch.

Nächste Woche dann mal eine (weitere) ganz neue Perspektive auf die Ereignisse ;) Wäre ja langweilig, wenn schon alle Parteien auf der Bühne wären.